Archiv für den Monat: November 2007

Hildener Originale: Erinnerung an Waldemar

Waldemar war ein Mann, den man in der heutigen Zeit als „Penner“ und „Sozialschmarotzer“ betiteln würde.

Wie wertvoll ein solcher Mensch für die Gesellschaft aber sein kann, versuche ich nun einmal zu beschreiben,wie ich es vor ein paar Jahren schon einmal im Hildener Bürgerforum tat, als Erinnerung für alle die ihn kannten, aber auch für die, die ihn nie gesehen haben, sei es, weil sie noch zu jung sind, oder weil sie ihn nie sehen wollten.


Er war ganz offensichtlich etwas verwirrt, führte ständig Selbstgespräche die von lauten Flüchen begleitet wurden,worüber er fluchte,tja das konnte man nie so genau feststellen.
Die Stadt war sein Revier das er täglich stundenlang ruhelos aufsuchte,besonders die Kneipen,in denen er wenn er Glück hatte ein Bierchen und einen Korn kredenzt bekam.
Auffallend an ihm war auch sein schneller Schritt,den er selbst in hohem Alter und an Krücken gehend nicht ablegen konnte.
Was am meisten für Unmut bei den Leuten sorgte war seine mangelnde Körperpflege,teilweise stank es wirklich zum Himmel wenn er irgendwo in der Nähe war,aber mein Gott,es gibt Schlimmeres.
Seine letzten Jahre verbrachte er in einem Altenheim im Hildener Süden und selbst diese fleißigen Pflegerinnen und Pfleger dort konnten ihn nicht davon überzeugen das Wasser und Seife nun wirklich nicht schädlich sind.
Dieser verwirrte Mann hat mir jedenfalls imponiert durch sein Gedächtnis was durchaus von einem Elefanten hätte stammen können. Er behielt alles. Wenn man ihn etwas fragte aus alten Zeiten,er wusste meist eine Antwort.
Unsere ehemalige langjährige Bürgermeisterin Frau Dr. Ellen Wiederhold mochte er sehr gern,auf sie ließ er nichts kommen.
Waldemar hatte ein Herz,wenn man sich ein bißchen mit ihm unterhielt konnte man das sehr schnell feststellen,und da ja wie allen bekannt sein dürfte eben diese Bürgermeisterin ebenfalls ein riesengroßes Herz hatte, war seine Vorliebe für sie kein Wunder, was übrigens auf Gegenseitigkeit beruhte.
Ich erinnere mich an eine Situation mit ihm als ich noch Taxifahrer in Hilden war.
Eines Abends,ich stand an der Gabelung und es regnete in Strömen, kam Waldemar vorbei.
Ich bat ihn einzusteigen damit ich ihn Nachhause ins Altenheim bringen konnte.
Er nahm das dankend an.
Am nächsten Tag stand ich Nachmittags am Krankenhaus als jemand an die Scheibe klopfte.
Es war Waldemar der mir als Dank für die Fahrt ein halbes Stück Bienenstich abgeben wollte was er in irgendeiner Konditorei geschenkt bekam.
Naja,so war er eben,und ich finde es immer wieder schade das diese Art Mensch,der in seiner eigenen Welt zwar lebte,scheinbar ausstirbt.
Es gibt keine „Typen“ mehr. Stromlinienförmig scheint alles zu sein und alles was Ecken und Kanten hat wird entweder mit Verachtung gestraft oder verlacht.

Nun ist er schon vor etlichen Jahren(1993) in den Himmel abberufen worden, doch hoffe ich abundzu, dass er auch da oben in den himmlischen Kneipen seine allseits bekannte Frage stellt, „Hadder nochne Vorlejer für misch ?“, was soviel hieß wie, „Ist es möglich, mir noch einen Schnaps zu kredenzen ?“

Tempokontrollen der Polizei in Hilden

Am vergangenen Wochenende führte die Polizei in Hilden gezielte Geschwindigkeitskontrollen durch.

Das Ergebnis: Insgesamt 53 Fahrer/innen waren zu schnell unterwegs.

Mein persönlicher Eindruck täuscht mich also nicht, denn ich komme mir immer mehr wie ein Verkehrshindernis vor, wenn ich mich an die erlaubten Geschwindigkeiten halte.

Ärgerlich, bisweilen sogar gefährlich, ist es in Tempo 30 Zonen, wenn man selbst schon mit 38 km/h dort unterwegs ist, und man dennoch angeblinkt,angehupt und waghalsig überholt wird. Die Kirchhofstraße, übrigens in der Nähe der Polizeistation, ist dafür ein gutes Beispiel.

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Hildener Weihnachtshaus

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Wie die örtliche Presse berichtete, wird das Hildener Weihnachtshaus in diesem Jahr dunkel bleiben.

Ich persönlich finde es sehr schade, denn die Kinder von Hilden werden es vermissen. Ganze Busladungen mit Menschen sind auch von außerhalb gekommen um einen Blick auf dieses Haus werfen zu können. Gesundheitliche Probleme haben die Eigentümer dazu veranlasst eine Pause einzulegen.

Nun bleibt uns aber noch der Weihnachtsmarkt der vom 07.12.2007 – 09.12.2007 in der Hildener Innenstadt hoffentlich für viel Vorfreude auf das Christkind sorgen wird.

Ich jedenfalls wünsche der Familie alles nur erdenklich Gute, genießen sie endlich einmal die verdiente Ruhe, ganz ohne Weihnachtstourismus.

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