Kategorie-Archiv: Allgemeines und Sonstiges

Winter in Hilden

Ich schaue gerade aus dem Fenster. Drei Leute versuchen einem Lieferwagen Starthilfe zu leisten. Ein junger Mann hat einen Spaten, mit dem er den Schnee vor den Vorderreifen entfernt, sodass die Reifen Kontakt mit der Straße aufnehmen können. Zwei Frauen versuchen immer wieder den Wagen aus dem Seitenstreifen auf die Straße zu schieben. Die Reifen drehen durch.

Heute war ich aus Richtung Hochdahl kommend über das Hildener Kreuz auf der Hochdahler Straße unterwegs. Im Radio wurde gerade gemeldet, dass es in Hilden zu stockendem Verkehr im Stadtbereich kommt. Kein Wunder. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung scheinen kein Gefühl für die Jahreszeit zu haben. Salzmangel sollte es in unserer Wohlstandsgesellschaft nicht geben. Ausgeprägte Dämlichkeit der Verantwortlichen verwandeln die Hauptstraßen der Hildener Innenstadt zu Rutschbahnen. Eigentlich muss man die Stadt verklagen. Aus Sicherheitsgründen müssten die Hauptstraßen alle gesperrt werden. In keiner anderen Stadt des Kreises herrschen solche Endzeit Zustände.

Ich fahre über dreißig Jahre Auto. Solch ein Zustand wie jetzt in Hilden, habe ich nie erlebt. Auf den schneebedeckten Seitenstraßen habe ich mir den Weg nach Hause gebahnt. Auf der Uhlandstraße fahre ich auf einmal wie auf Schienen, da es nur zwei schmale Spuren gibt, in denen die Winterreifen Platz finden und sich der Untergrund des Wagens auf der festen Schneedecke in der Mitte der Straße hinüber schiebt. Man hat Angst, dass diverse Teile des Wagens von der harten Schneedecke abgerissen werden. Ich bin froh wieder unverletzt zu Hause angekommen zu sein.

Michael Schröder, 20.12.2010 Hilden

Was tut man eigentlich, wenn man merkt, dass 2 Gestalten – zum Beispiel ein Mann mit Glatze und Hund und sein etwas weiblich geratener Kumpel mit Hund (könnte auch eine Frau mit Hund sein) – versuchen, in ein Haus einzubrechen?

Das ist jetzt kein lustiges Was wäre wenn-Gedankenspiel, sondern Realität mit der Bitte um Tipps.

 

Seit mehreren Tagen lungern diese 2 Gestalten mit Hund, die übrigens ganz gerne an der Sankt Konrad Allee spazieren gehen, immer wieder abends / nachts vor einem bestimmten Haus herum.

 

An einem Abend waren sie mit Taschenlampe da und haben von außen das Haus begutachtet.

An einem anderen Abend waren sie da und haben geflucht darüber, dass die Haustür abgeschlossen ist.

Dann gab es noch einen Abend, da schlich jemand im Garten herum.

 

Was würdet ihr tun?

Solange kein konkreter Einbruch erfolgt, liegt keine Straftat vor.

Natürlich möchte ich nicht solange warten, bis sie eine Straftat begehen, bei der Unschuldige auf irgendeine Weise verletzt werden.

 

Hat jemand eine gute Idee?

Knigge für Kinder

Im Kulturzentrum der Volkshochschule wird regelmäßig den ganz Kleinen bereits im Alter von 5 bis 9 Jahren beigebracht, wie man sich richtig bei Tisch zu benehmen hat, welche Sitten wo gelten, dass Spagetthi in Deutschladn zum Beispiel mit Löffel und Gabel gegessen werden, in Italien jedoch direkt auf dem Teller gedreht werden. Zudem wird aber auch auf Dinge wie die richtige Haltung des Glases oder erste Serviettenfalttechniken Wert gelegt. Trotz des scheinbar ernsten Anscheins geht es in der sehr überischtlichen Runde mit ca 6 Kindern ganz entspannt zu, sodass jeder Spaß an der Sache hat.

Segelflieger am Kesselsweier

Ostern steht vor der Türe und damit die Zeit in der bis vor zwei Jahren die Segelfliegersaison in Hilden/Haan eröffnet wurde.

Am wunderschönen Kesselsweier zwischen Hilden und Haan befindet sich der Ort, wo ich viele Stunden als Zaungast zubrachte, von Kindesbeinen an.

Nichts war entspannender für mich, als auf dieser kleinen Anhöhe, wo immer ein wenig Wind weht, dem Treiben der Segelflieger zuzuschauen, stundenlang.

Das geht nun leider nicht mehr und ich bin sehr traurig darüber.

Der Flugplatz wurde geschlossen wegen angeblich zu hoher Bäume und daraus resultierender zu kurzer Landebahn.

Komisch nur, dass die Flugzeuge gerade mal die Hälfte des Platzes brauchten um zu landen. Das ist selbst mir als Laie aufgefallen.

Wenn mein Vater mit mir damals von Hilden aus Richtung Segelflugplatz losmarschierte, und wir dann durch die Bäume endlich die ersten schneeweißen Flügelspitzen schimmern sahen freute ich mich immer sehr…dieses Gefühl wäre auch heute noch da….

Habe ein Video bei Youtube gefunden, den Link stell ich hier mal rein, in dem Filmchen sieht man das kleine Paradies sehr schön.

Vom Umgang mit obdachlosen Zeitungsverkäufern

Ich bin immer noch sehr erbost, über das, was ich gerade erleben musste.

Neben der Eingangstüre eines Discounters saß eine ältere Dame, die sehr freundlich ihre Ware in Form einer Obdachlosenzeitung anbot (Querkopf), welche im Übrigen wirklich zu empfehlen ist.

Das Feilbieten bestand darin, dass sie jedem freundlich „Guten Tag“ sagte und diese Zeitungen dezent mit dem Titelblatt nach vorne vor ihrer Brust hielt. Mehr nicht!

Keine Sprüche, keine Aufdringlichkeit, kein Garnichts!

Ich kaufte ihr dann auch eine Zeitung ab, unterhielt mich noch fünf Minuten mit ihr über dies und das und ging dann in den Laden um einzukaufen.

Als ich wieder herauskam, stand ein Streifenwagen der Polizei vor der Türe.

Die Beamten hatten gerade einen Platzverweis für diese Frau ausgesprochen weil jemand in der Wache angerufen hatte und sich belästigt fühlte.

Den Beamten mache ich in keinster Weise einen Vorwurf, sie haben sich tadellos verhalten und mussten der Sache ja auch nachgehen und dem Anrufer Glauben schenken.

Ich konnte nicht anders, und klärte einen der Beamten auf, dass diese obdachlose Dame keineswegs aufdringlich oder belästigend auftrat.

Wie auch immer, ich finde es schlimm, dass es Menschen gibt, die sich von der Armut anderer ganz offensichtlich belästigt fühlen. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

Niemand zwingt einen dazu, etwas zu geben!

Ich kann nur hoffen, dass sie nicht eines Tages selbst vor einem Discounter sitzen und von ihren „Mitmenschen“ so dermaßen schlecht behandelt werden.

In was für einer Welt leben wir eigentlich??

Hildener Moschee durch Steinwürfe beschädigt und Hakenkreuze in das Eingangsportal geritzt

Nach dem alltäglichen Studium der Polizeiberichte heute morgen bin ich entsetzt und unsagbar traurig zugleich. Was sind das nur für Menschen, die so etwas machen.

Hilden – 09.03.2009 – 09:15 – An der türkischen Moschee, Otto- Hahn- Straße, kam es in der Nacht zum Sonntag, 08. März, zu Sachbeschädigungen. Es wurden eine Scheibe und Teile der Fassade vermutlich durch Steinwürfe beschädigt.
Des Weiteren ritzten unbekannte Täter In die zweiflügelige Holzeingangstür drei Hakenkreuze ( ca. 15 cm ).
Der polizeiliche Staatsschutz in Düsseldorf hat die Ermittlungen übernommen.
Hinweise an 02103/ 898 – 6410.“

Rechte Parolen (Graffiti) an zwei Schulen

Am letzten Wochenende verschmutzten bisher unbekannte Täter beide Hauptschulen in Hilden mit rechtem Gedankengut.

Der Sachschaden beträgt ca. 10.000 Euro.

Für mich persönlich sind solche Dinge nur schwer zu ertragen.

Schon morgen wird wieder irgendwo in Deutschland zu lesen sein, dass „Ausländer“ sich nicht „integrieren“ wollen.

Ich sage: „Wie denn auch, wenn ich so herzlich willkommen bin“

Und die ewigen Sprüche, nach dem Motto, das sind alles nur Einzeltäter die sowas machen, hängen mir auch langsam zum Hals heraus.

Verdammt viele „Einzeltaten“ in der letzten Zeit. Finden Sie nicht?

Polizeipresse 

Hildener Originale: Erinnerung an Waldemar

Waldemar war ein Mann, den man in der heutigen Zeit als „Penner“ und „Sozialschmarotzer“ betiteln würde.

Wie wertvoll ein solcher Mensch für die Gesellschaft aber sein kann, versuche ich nun einmal zu beschreiben,wie ich es vor ein paar Jahren schon einmal im Hildener Bürgerforum tat, als Erinnerung für alle die ihn kannten, aber auch für die, die ihn nie gesehen haben, sei es, weil sie noch zu jung sind, oder weil sie ihn nie sehen wollten.


Er war ganz offensichtlich etwas verwirrt, führte ständig Selbstgespräche die von lauten Flüchen begleitet wurden,worüber er fluchte,tja das konnte man nie so genau feststellen.
Die Stadt war sein Revier das er täglich stundenlang ruhelos aufsuchte,besonders die Kneipen,in denen er wenn er Glück hatte ein Bierchen und einen Korn kredenzt bekam.
Auffallend an ihm war auch sein schneller Schritt,den er selbst in hohem Alter und an Krücken gehend nicht ablegen konnte.
Was am meisten für Unmut bei den Leuten sorgte war seine mangelnde Körperpflege,teilweise stank es wirklich zum Himmel wenn er irgendwo in der Nähe war,aber mein Gott,es gibt Schlimmeres.
Seine letzten Jahre verbrachte er in einem Altenheim im Hildener Süden und selbst diese fleißigen Pflegerinnen und Pfleger dort konnten ihn nicht davon überzeugen das Wasser und Seife nun wirklich nicht schädlich sind.
Dieser verwirrte Mann hat mir jedenfalls imponiert durch sein Gedächtnis was durchaus von einem Elefanten hätte stammen können. Er behielt alles. Wenn man ihn etwas fragte aus alten Zeiten,er wusste meist eine Antwort.
Unsere ehemalige langjährige Bürgermeisterin Frau Dr. Ellen Wiederhold mochte er sehr gern,auf sie ließ er nichts kommen.
Waldemar hatte ein Herz,wenn man sich ein bißchen mit ihm unterhielt konnte man das sehr schnell feststellen,und da ja wie allen bekannt sein dürfte eben diese Bürgermeisterin ebenfalls ein riesengroßes Herz hatte, war seine Vorliebe für sie kein Wunder, was übrigens auf Gegenseitigkeit beruhte.
Ich erinnere mich an eine Situation mit ihm als ich noch Taxifahrer in Hilden war.
Eines Abends,ich stand an der Gabelung und es regnete in Strömen, kam Waldemar vorbei.
Ich bat ihn einzusteigen damit ich ihn Nachhause ins Altenheim bringen konnte.
Er nahm das dankend an.
Am nächsten Tag stand ich Nachmittags am Krankenhaus als jemand an die Scheibe klopfte.
Es war Waldemar der mir als Dank für die Fahrt ein halbes Stück Bienenstich abgeben wollte was er in irgendeiner Konditorei geschenkt bekam.
Naja,so war er eben,und ich finde es immer wieder schade das diese Art Mensch,der in seiner eigenen Welt zwar lebte,scheinbar ausstirbt.
Es gibt keine „Typen“ mehr. Stromlinienförmig scheint alles zu sein und alles was Ecken und Kanten hat wird entweder mit Verachtung gestraft oder verlacht.

Nun ist er schon vor etlichen Jahren(1993) in den Himmel abberufen worden, doch hoffe ich abundzu, dass er auch da oben in den himmlischen Kneipen seine allseits bekannte Frage stellt, „Hadder nochne Vorlejer für misch ?“, was soviel hieß wie, „Ist es möglich, mir noch einen Schnaps zu kredenzen ?“

Tempokontrollen der Polizei in Hilden

Am vergangenen Wochenende führte die Polizei in Hilden gezielte Geschwindigkeitskontrollen durch.

Das Ergebnis: Insgesamt 53 Fahrer/innen waren zu schnell unterwegs.

Mein persönlicher Eindruck täuscht mich also nicht, denn ich komme mir immer mehr wie ein Verkehrshindernis vor, wenn ich mich an die erlaubten Geschwindigkeiten halte.

Ärgerlich, bisweilen sogar gefährlich, ist es in Tempo 30 Zonen, wenn man selbst schon mit 38 km/h dort unterwegs ist, und man dennoch angeblinkt,angehupt und waghalsig überholt wird. Die Kirchhofstraße, übrigens in der Nähe der Polizeistation, ist dafür ein gutes Beispiel.

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